Die Eggarten-siedlung
– Ein Modellquartier für München

Die Eggarten-Siedlung wird zu einem sowohl in sozialer als auch ökologischer Hinsicht nachhaltigen Modellquartier für München entwickelt.
Im Einzelnen heißt das:

  • Realisierung von bis zu 50% geförderten und preisgedämpften Wohnungen in Zusammenarbeit mit Genossenschaften und damit deutliche Überschreitung des nach der SoBoN (Sozialgerechte Bodennutzung) geforderten Anteils von 40% sowie deutliche Verlängerung der Bindungsfrist auf bis zu 60 Jahre.
  • Entwicklung und Umsetzung eines ambitionierten und innovativen Energie- und Mobilitätskonzepts
  • Schaffung eines lebendigen und lebenswerten Quartiers durch Schaffung von umfangreicher sozialer Infrastruktur (Kitas, Grundschule, Sportanlagen, Flexiheim für vorübergehend Wohnungslose) und Nahversorgung, die auch den benachbarten Siedlungen des Bezirks zugutekommt.
  • Möglichst weitgehender Erhalt des vorhandenen Baumbestandes und Integration in die künftigen Freiraumkonzepte sowie Schaffung von ausreichenden Ersatzpflanzungen für unvermeidbare Fällungen.
  • Prüfung des Erhalts und die Weiterentwicklung identitätsstiftender Elemente des Areals (z.B. Bestandsgebäude) zur Anknüpfung an die Geschichte des Areals.

Zur Umsetzung des künftigen Modellquartiers Eggarten-Siedlung hat der Stadtrat der Landeshauptstadt München am 24. Juli 2019 die Aufstellung eines Bebauungplans beschlossen. Das darin formulierte Ziel ist die Entwicklung eines rund 1.750 bis 2.000 Woh­nungen umfassenden Quartiers, das in besonderer Weise den Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung Rechnung trägt.

Modellquartier für genossenschaftliches Bauen

Ziel der Planungen ist es insbesondere,

  • bis zu 50% der Wohnungen durch Genossenschaften und gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaften zu errichten,
  • durch den hohen genossenschaftlichen Anteil die übliche Preisbindung von geförderten Wohnungen langfristig auf bis zu 60 Jahre zu verlängern.
  • genossenschaftliche Wohnformen bereits im städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerb zu berücksichtigen,
  • ein Angebot für unterschiedliche Einkommensstufen, Altersgruppen und Lebensstile zu schaffen,
  • eine Quartiersvernetzung zu schaffen, die ein lebendiges Miteinander von Bewohnern und Nachbarn fördert und Möglichkeiten zur aktiven Mitgestaltung des Wohnumfeldes bietet.

In der Eggarten-Siedlung wird auf diese Weise das größte genossenschaftliche Wohnprojekt in München seit dem 2. Weltkrieg entstehen – was in diesem Umfang bei privaten Entwicklern erstmalig geschieht. Hierzu wurde von den Grundstückseigentümern bereits eine gemeinsame Absichtserklärung mit der GIMA München eG – einem Zusammenschluss von 29 Münchner Genossenschaften und gemeinnützigen Wohnbaugesellschaften – unterzeichnet.

Modellquartier Mobilität

Ziel der Planungen ist es insbesondere,

  • durch zentrale Quartiersgaragen, Sharing-Angebote und Mobilitätstationen Anreize zum Verzicht aufs eigene Auto zu setzen,
  • flächensparende Erschließungen und eine intelligente Lenkung des Verkehrs zu entwickeln, um ein weitgehend autofreies Quartier zu schaffen,
  • durch ein Mobilitätskonzept den Verkehr in das und aus dem Quartier zu verringern und die Umweltbelastung so gering wie möglich zu halten,
  • Ladestationen für Elektromobilität bereitzustellen,
  • attraktive Fuß- und Radwegeverbindungen sowie eine hohe Anzahl an Fahrradabstellplätzen zu schaffen.

Energetisches Modellquartier

Ziel der Planungen ist es insbesondere,

  • ein in der Jahresbilanz energieneutrales und im Betrieb CO2-neutrales Stadtquartier zu schaffen, indem der jährliche Energiebedarf vor Ort generiert wird,
  • durch intelligente Anordnung der Gebäude und Niedrigenergiebauweise zum Schutz von Klima und Ressourcen beitragen,
  • Regenerative Energien wie Solarstrom und Geothermie zu einem integralen Bestandteil des Konzepts zu machen,
  • mit der Begrünung auf Dächern und Fassaden die Wärmebelastung zu verringern und eine hohe mikro-klimatische Aufenthaltsqualität zu erreichen.
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