Planungsschritte

Um für das Areal der Eggarten-Siedlung Baurecht zu schaffen, sind eine Reihe von Planungsschritten erforderlich, bei denen die Bürgerinnen und Bürger jeweils eingebunden werden.

Nach dem nun anstehenden städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerb und auf Basis der dortigen Ergebnisse wird der Bebauungsplan aufgestellt.

Eckdaten- und Aufstellungsbeschluss
Städtebaulicher und landschaftsplanerischer Wettbewerb
Bebauungsplanverfahren

Eckdaten- und Aufstellungsbeschluss

Die Eggarten-Siedlung wird zu einem einzigartigen Modellquartier für München entwickelt. Hierzu hat der Stadtrat, nach Beratung im Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung, am 24. Juli 2019 den Aufstellungs- und Eckdatenbeschluss mit nachfolgenden Planungsgrundsätzen gefasst:

  • Entwicklung eines Wohngebietes mit einer Dichte von 1.750 bis 2.000 Wohneinheiten
  • Nachweis eines nachhaltigen genossenschaftlichen Wohnungsbauanteils
  • Umsetzung der erforderlichen Bedarfe an sozialer Infrastruktur
  • Umsetzung des notwendigen aus dem Güterzugbetrieb hervorgerufenen Lärm- und Erschütterungsschutzes
  • Sicherstellung der Kaltluftleitbahn
  • Ausstattung mit öffentlichen und privaten Grünflächen
  • Aufbau eines eigenständigen Charakters, abwechslungsreicher Gestaltung und Aufenthaltsqualität, vielfältiger Gebäude- und Wohntypologien
  • Sparsamer Umgang mit Grund und Boden
  • Schaffung ergänzender gewerblicher Nutzung in den Erdgeschosszonen
  • Ausbildung eines Siedlungsrandes und Verknüpfung mit der Umgebung
  • Erhalt prägender, identitätsstiftender Bestandselemente, insbesondere des erhaltenswerten Baumbestandes
  • Herstellung ausreichender Ersatzpflanzungen für unvermeidbare Fällungen und Berücksichtigung der Erfordernisse des speziellen Artenschutzes
  • Sicherung erforderlicher Ausgleichsflächen innerhalb des Planungsgebietes bzw. in der unmittelbaren Umgebung
  • Entwicklung flächensparender Erschließung und eines zukunftsfähigen Mobilitätskonzepts für den ruhenden Verkehr und Ermöglichung des Verzichts auf den eigenen PKW
  • Schaffung eines attraktiven Fuß- und Radwegenetzes
  • Umsetzung eines energetischen Modellquartiers

Städtebaulicher und landschaftsplanerischer Wettbewerb

Auf Grundlage der vom Stadtrat beschlossen Ziele für die Entwicklung der Eggarten-Siedlung loben die Grundstückseigentümer in Abstimmung mit dem Referat für Bauordnung und Stadtplanung der Landeshauptstadt München einen städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerb aus. Das Ergebnis des Wettbewerbs – mit dem im Frühjahr 2020 zu rechnen ist – wird dann die weitere Grundlage des Bebauungsplanverfahrens sein.

Eingeladen werden 15 nationale und internationale Teilnehmerteams aus unterschiedlichen Stadt- und Landschaftsplanungsbüros, um für das geplante Quartier ein Planungskonzept zu entwickeln. Durch dieses Verfahren wird eine große Bandbreite an unterschiedlichen Entwürfen erreicht, aus der ein Preisgericht die beste Lösung für den Eggarten auswählen kann.

Preisgericht

Das Preisgericht bewertet die bis Ende Februar 2020 eingehenden Entwürfe der 15 teilnehmenden Büros und kürt den / die Preisträger. Das Preisgericht setzt sich zusammen aus insgesamt 19 Fach- und Sachpreisrichtern. Die Preisgerichtssitzung ist für April 2020 vorgesehen.

Zu den zehn Fachpreisrichterinnen und -richter gehören erfahrene Architektinnen und -architekten, Landschaftsarchitektinnen und -architekten und Stadtplanerinnen und –planer sowie die Stadtbaurätin.

Die neun Sachpreisrichterinnen und -richter umfassen Vertreterinnen und -vertreter des Stadtrates, des Bezirksausschusses 24, der beiden Eigentümer und der GIMA München eG.

Zeitplan des städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerbs

Bebauungsplanverfahren

Nach dem Abschluss des Wettbewerbs wird der Stadtrat einen Beschluss zu dessen Ergebnissen und dem weiteren Vorgehen fassen. Wenn dies erfolgt ist, wird ein Bebauungsplan auf dieser Basis erstellt. Der Stadtrat muss dann über die vorgelegten Pläne in mehreren Schritten entscheiden. In diesem Rahmen sind umfangreiche, gesetzlich vorgeschriebene Beteiligungsmöglichkeiten für Bürgerinnen und Bürger vorgesehen. Ein Baubeginn ist frühestens für 2023/24 vorgesehen.

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