FAQ

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen.

Planung

Wie sehen die Planungen für das Areal Eggarten aus?
Was passiert mit den jetzigen Bewohnern und Nutzern des Eggarten?
Warum müssen 1.750 bis 2.000 Wohnungen gebaut werden?

Wie sehen die Planungen für das Areal Eggarten aus?

Ziel ist, das Areal in eine neue städtebauliche und landschaftsplanerische Gestaltung zu überführen. Die Schaffung von neuem Wohnraum spielt dabei ebenso eine zentrale Rolle wie die Belange des Natur- und Artenschutzes sowie notwendige Lärmschutzmaßnahmen und neue Mobilitätskonzepte. Ebenfalls Teil der Planungen sind eine belebte Quartiersmitte mit Einkaufsmöglichkeiten und die notwendigen Einrichtungen der sozialen Infrastruktur (Grundschule, mehrere Kitas, Flexiheim für vorübergehend Wohnungslose etc.). Außerdem werden öffentliche Grünflächen in großem Umfang entstehen. Alle diese Einrichtungen kommen den künftigen Bewohnern und der Nachbarschaft zugute. So ist die Siedlung am Lerchenauer See (nordwestlich des Planungsgebietes) z. B. mit Einzelhandel unterversorgt. Die neuen Sportflächen können zudem für Vereins- und Freizeitsport genutzt werden. Die starke Beteiligung der Genossenschaften – in diesem Umfang in München bei privaten Entwicklern erstmalig – verspricht innovative Wohnkonzepte, eine aktive Mitgestaltung des Wohnumfeldes und langfristig bezahlbaren Wohnraum für unterschiedliche Einkommensgruppen.

Was passiert mit den jetzigen Bewohnern und Nutzern des Eggarten?

Auf dem Areal gibt es derzeit noch vier bewohnte Häuser. Mit zwei Bewohnern wurden für die Bewohner sehr gute Lösungen gefunden. Die Häuser sind in teilweise sehr heruntergekommenem, nicht erhaltungswürdigem Zustand und wurden durch die heutigen Eigentümer so vom Voreigentümer übernommen. Auch für die zwei verbleibenden Bewohner möchten wir im Sinne der Bewohner Lösungen gemeinsam erarbeiten. Auch für die Gartennutzer, die auch künftig einen Kleingarten betreiben/nutzen möchten, sind wir bestrebt, Alternativen zu finden. Hierzu gibt es auch bereits Gespräche mit der Stadt und erste Lösungsvorschläge im Strukturkonzept.

Warum müssen 1.750 bis 2.000 Wohnungen gebaut werden?

Um ausreichend Wohnraum zu schaffen und gleichzeitig diesen hohen Anteil an sozial geförderten Wohnungen zu gewährleisten, ist die geplante Anzahl an Wohnungen notwendig. Ziel ist die Entwicklung eines urbanen Quartiers mit Angeboten im Bereich der Nahversorgung und der sozialen Infrastruktur. Dies gelingt erst ab einer bestimmten Dichte. Zudem ist innerstädtisch eine dichtere Bebauung einer weniger dichten vorzuziehen, da ansonsten an anderer Stelle – zum Beispiel im Grüngürtel – weitere Wohnsiedlungen entstehen, die die Natur zersiedeln und zu weiteren, umweltbelastenden Pendlerverkehren in die Stadt hinein und wieder hinausführen.

Prozess und Beteiligung

Wie sehen die nächsten Planungsschritte aus?
Wann und inwieweit werden die Öffentlichkeit, die aktuellen Nutzer, Gärtner und Bewohner über die Pläne informiert und können diese Einfluss auf die Pläne nehmen?
Was geschieht mit den Anregungen der Bürger aus dem öffentlichen Dialog?

Wie sehen die nächsten Planungsschritte aus?

Nachdem der Münchner Stadtrat den Eckdaten- und Aufstellungsbeschluss für die Entwicklung der Eggarten-Siedlung am 24. Juli 2019 gefasst hat,  wird in Kooperation mit der Landeshauptstadt München, vertreten durch das Referat für Stadtplanung und Bauordnung, ein städte- und landschaftsplanerischer Wettbewerb durchgeführt. Dieser schafft die planerische Grundlage für das weitere Bebauungsplanverfahren, dessen Aufstellung der Münchner Stadtrat ebenfalls am 24. Juli 2019 beschlossen hat. Insgesamt sind 15 internationale Teilnehmerteams aus Stadt- und Landschaftsplanungsbüros eingeladen, am Wettbewerbsverfahren teilzunehmen. Nach der Auslobung des Wettbewerbs haben alle teilnehmenden Büros Zeit, ihre Vorschläge bis Ende Februar 2020 abzugeben. Die Preisgerichtssitzung ist für den April 2020 vorgesehen. Nach Beendigung des Wettbewerbs werden die Ergebnisse der Öffentlichkeit vorgestellt.

Wann und inwieweit werden die Öffentlichkeit, die aktuellen Nutzer, Gärtner und Bewohner über die Pläne informiert und können diese Einfluss auf die Pläne nehmen?

Bereits im März 2010 hat CA Immo gemeinsam mit dem Bezirksausschuss die Anwohner bzw. Nutzer der Eggarten-Siedlung über die geplante Entwicklung des Areals informiert – auch, damit die Gartennutzer sich mittelfristig neu orientieren können. CA Immo initiiert immer frühzeitige Informationen der Bürger und bezieht diese auch wo immer möglich in die Planungen mit ein. Nachdem die Pläne seitens der Landeshauptstadt München weiter vorangetrieben wurden, hat das Referat für Stadtplanung und Bauordnung in Kooperation mit den Eigentümern im Mai 2019 die Bürgerschaft informiert und die Pläne zur Diskussion gestellt. Nach dem politischen Stadtratsbeschluss zur Entwicklung des Areals der Eggarten-Siedlung zu einem Wohnquartier haben die Grundstückeigentümer in Kooperation mit dem Referat für Stadtplanung und Bauordnung die Auslobung eines städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerbs für das Areal vorbereitet. Auch hierzu hatte die Bürgerschaft im Rahmen einer Informations- und Diskussionsveranstaltung am 26. September 2019 noch vor dem Start des Wettbewerbs Gelegenheit zur Information und Teilnahme. So fließen beim Projekt Eggarten-Siedlung anlässlich aller wesentlichen Verfahrensschritte Ansichten, Ideen und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger im Rahmen von Bürgerdialog-Veranstaltungen in den Prozess mit ein.

Was geschieht mit den Anregungen der Bürger aus dem öffentlichen Dialog?

Bereits in einer Dialogveranstaltung am 4. Mai 2019 konnten sich die Bürgerinnen und Bürger informieren und ihre Fragen mit den Fachplanern diskutieren. Alle Hinweise wurden protokolliert, sie fließen in die weitere Planung mit ein und werden je Verfahrensschritt geprüft. Der Münchner Stadtrat hat sich in seiner Sitzung am 24. Juli 2019 bereits damit befasst. Zudem erhalten die Wettbewerbsteilnehmer die Dokumentation dieser Bürger-Anregungen. In der Informations- und Dialogveranstaltung am 26. September 2019 konnten sich die Bürgerinnen und Bürger wieder über den nächsten Verfahrensschritt – dem städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerb – informieren und ihre Fragen mit den Vertreterinnen und Vertretern der Grundstückseigentümer, des Referats für Stadtplanung und Bauordnung sowie der Fachplanungsbüros diskutieren. Daneben bestand im Anschluss auch die Möglichkeit zur Diskussion im Plenum. Weitere vergleichbare Veranstaltungen folgen.

Wohnen

Wie viele Wohnungen, Häuser, Wohnfläche sollen hier entstehen?
Welche Arten von Wohnungen werden entstehen?

Wie viele Wohnungen, Häuser, Wohnfläche sollen hier entstehen?

Der Stadtrat hat die Schaffung eines Quartiers mit ca. 1.750 bis 2.000 Wohneinheiten beschlossen. Diese werden bis zu 4.000 Bürgerinnen und Bürgern ein neues Zuhause geben. Dabei ist eine Realisierung von einem bis zu 50 prozentigen Anteil geförderten Wohnungsbaus in Zusammenarbeit mit Genossenschaften – damit deutliche Überschreitung des gesetzlich geforderten Anteils von 40% und deutliche Verlängerung der Preisbindungsfrist auf bis zu 60 Jahren vorgesehen. Erst nach Abschluss des städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerbs wird man hierzu aber genauere Aussagen treffen können.

Welche Arten von Wohnungen werden entstehen?

Es werden Wohnungen in unterschiedlichen Preiskategorien und Größen geschaffen. Zudem wird ein überdurchschnittlich hoher Anteil sozial geförderter Wohnungen entstehen, die mit bis zu 60 Jahren einer deutlich längeren Preisbindungsfrist unterliegen, als dies im traditionell geförderten Wohnungsbau der Fall ist.

Soziale und gewerbliche Infrastruktur

Welche Bildungseinrichtungen sollen entstehen?
Was wird für die Nahversorgung vor Ort getan werden?

Welche Bildungseinrichtungen sollen entstehen?

Derzeit ist geplant, dass insgesamt sieben Kindertageseinrichtungen im Quartier entstehen. Zudem wurde in Abstimmung mit den verantwortlichen Behörden der Landeshauptstadt München der Bedarf für eine fünfzügige Grundschule mit Rasengroßspielfeld und einer Dreifachsporthalle ermittelt. Weitere Bedarfe wurden im Bereich von Schulen nicht ermittelt, da diese durch Einrichtungen in der Nachbarschaft aufgenommen werden können.

Was wird für die Nahversorgung vor Ort getan werden?

Es soll eine Reihe von Nahversorgungangeboten entstehen, die sowohl den Bedarf der neuen Bewohner decken als auch für die umliegende Bevölkerung ein Anlaufpunkt werden können.

Naturschutz und Grünflächen

Können Teile der bisherigen Pflanzenwelt erhalten werden?
Gibt es Untersuchungen zu Biotopen oder zu Tierpopulationen vor Ort und wird auf diese Rücksicht genommen?
Wie wird das Gebiet mit Frischluft versorgt?
Rund herum gibt es viele Erholungsgebiete, wie werden diese angebunden?
Wieso wurden bisher schon Bäume gefällt, obwohl noch kein Umweltgutachten vorliegt?

Können Teile der bisherigen Pflanzenwelt erhalten werden?

Ja, der heutige Baumbestand wurde bereits kartographiert. Es gehört mit zur Aufgabe des städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerbs ein Konzept zu entwickeln, das einen möglichst hohen Anteil des heutigen Baumbestandes integriert. Zudem sollen weitläufige öffentliche Grün- und Freizeitflächen entstehen, die Dächer der Gebäude sollen begrünt und durch die Bewohner der Gebäude nutzbar gemacht werden.

Gibt es Untersuchungen zu Biotopen oder zu Tierpopulationen vor Ort und wird auf diese Rücksicht genommen?

Die ersten Untersuchungen zu diesem Thema wurden bereits im Rahmen des Strukturkonzepts durchgeführt. Darauf aufbauend wird es jedoch noch weitere Studien im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens geben. Alle Eingriffe in die Flora und Fauna erfolgen unter fachgutachterlicher Beratung und Aufsicht und werden immer in Abstimmungen mit der Unteren Naturschutzbehörde erfolgen.

Wie wird das Gebiet mit Frischluft versorgt?

Die Kaltluftströmungen sollen durch die Bebauung nicht maßgeblich behindert werden, so dass das Quartier und das Stadtgebiet von München weiterhin mit Kaltluft versorgt werden. Schon das Strukturkonzept sieht daher die Freilassung einer 200 Meter breiten Kaltluftleitbahn vor. Der städtebauliche und landschaftsplanerische Wettbewerb wird dies zu beachten haben und weiterentwickeln.

Rund herum gibt es viele Erholungsgebiete, wie werden diese angebunden?

Derzeit ist der Eggarten eine Insel im Stadtviertel. Diese abgeschnittene Lage soll im Rahmen der Planungen aufgehoben werden, so dass Grünzüge und Naherholungsflächen besser erreichbar werden. Insbesondere der Lerchenauer See ist bereits heute ein wichtiges Ziel für die Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers.

Wieso wurden bisher schon Bäume gefällt, obwohl noch kein Umweltgutachten vorliegt?

Es sind bislang nur einige wenige Bäume gefällt worden. Diese ausnahmslos dann, wenn sie krank waren und somit eine Gefährdung darstellten. Der Baumbestand ist kartographiert, alle Maßnahmen erfolgen unter fachgutachterlicher Aufsicht und in Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde.

Verkehr

Wird das ÖPNV-Angebot verbessert werden?
Werden Parkplätze für die neuen Bewohnerinnen und Bewohner geschaffen?
Die Fahrradverbindungen und Fußwege sind derzeit schlecht ausgebaut, was ist hier geplant?

Wird das ÖPNV-Angebot verbessert werden?

Die Landeshauptstadt München, als Verfahrensverantwortliche für den Bebauungsplan, vertreten durch ihre Fachbehörden, wird im Zuge des Verfahrens die aktuellen Verbesserungen und die künftige Entwicklung durch entsprechende Fachgutachter analysieren, um ein angemessenes Angebot zu erarbeiten. Eine ausreichende ÖPNV-Versorgung ist auch ein großes Anliegen der Grundstückseigentümer. So könnten eine neue Bushaltestelle, gezielte Verbindungen zu den U- und S-Bahnhaltestellen und Sharing-Angebote eingerichtet werden. Die ÖPNV-Anbindung ist als den Menschen vor Ort besonders wichtiges Thema erkannt.

Werden Parkplätze für die neuen Bewohnerinnen und Bewohner geschaffen?

Aktuell ist die Errichtung von zentralen Quartiersgaragen geplant, wodurch das Quartier selbst auch weitestgehend vom PKW-Verkehr entlastet werden könnte. Genaueres wird im Rahmen des Bebauungsplans zu entwickeln sein.

Die Fahrradverbindungen und Fußwege sind derzeit schlecht ausgebaut, was ist hier geplant?

Für Fahrradfahrer und Fußgänger sind umfangreiche Verbesserungen geplant. Mit einer Durchwegung des Quartiers und der Anbindung an größere Verbindungswege wird das Radfahren deutlich attraktiver. Auch Fußgänger können die Wege von der ÖPNV-Haltestelle oder zum Einkaufen einfacher und sicherer erledigen.

Charakter der Siedlung

Können der Charakter und das Flair des jetzigen Areals erhalten bleiben?

Können der Charakter und das Flair des jetzigen Areals erhalten bleiben?

Die Eggarten-Siedlung wird als neues, urbanes Wohnquartier entwickelt, das vielen Menschen Lebens- und Wohnqualität bieten wird. Ein einzigartiges Modellquartier für München mit einem hohen Anteil sozial geförderter Wohnungen sowie einem nachhaltigen Energie- und Mobilitätskonzept in einer lebendigen Nachbarschaft.

Zum jetzigen Zeitpunkt lässt sich noch wenig über die konkrete Planung sagen, denn zuerst muss der städtebauliche und landschaftsplanerische Wettbewerb abgeschlossen werden.

CA Immo entwickelt das Areal gemeinsam mit der Büschl Unternehmensgruppe in enger Kooperation mit der Landeshauptstadt München. Es ist erklärtes Ziel aller Beteiligten, mit der neuen Eggarten-Siedlung ein nachhaltiges und attraktives Wohnquartier mit Modellcharakter für ganz München zu schaffen. Natürlich wird sich das Areal durch eine Wohnbebauung verändern, und natürlich kann auch die heutige Gartennutzung nicht im jetzigen Umfang aufrechterhalten bleiben. Allerdings wird sich die – heute vollständig privat und von einer sehr kleinen Gruppe genutzte – Eggarten-Siedlung durch neue öffentliche Grünflächen, Fuß- und Radwegeverbindungen viel mehr als heute für die Allgemeinheit öffnen und durch die neue Wohnbebauung bis zu 4.000 Bürgerinnen und Bürgern als neues Zuhause dienen.

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